TOXIC CRATERS

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Projet Overview

The active volcano Tangkuban Parahu consists of four craters, with a depth of up to 500 meters. The craters have possess numerous natural hot springs, boiling water effervesces in some of them, others are fuming with Carbon Dioxide gases, too toxic to come close.
Not far from here lies Lake Kawah Putih, the White Crater. It represents a relatively stable volcanic system with no records of significant activity since around 1600.

Kawah Putih is an highly acid lake, which changes colour from bluish to whitish green, or brown, depending on the concentration of sulfur and the temperature or the oxidation state. Living being mustn’t spend more than a couple of minutes close to the lake.

In and around the lake itself exists no life.

There are 11 pictures in the project. I took them with an old SLR camera.
The pictures were taken in February, 2018. I have not finished the research into the materiality yet. At present I‘m looking into printing on silver plates, to preserve the whitish glow the pictures have.

I‘m presuming their sizes will be 60 x 40. cm.

All works are originals.

THE LEGEND OF SANGKURIANG (the story of the origin of the craters)

A long time ago the king of West Java tried to marry off his beautiful daugther Dayang Sumbi. Many kings asked her to be their wife, but no one succeeded. The king despaired. One day while Dayang Sumbi was weaving the reel fell out of the palace window on a street. She swore that anyone who found it will be made her sister, if she was a woman. If a man he will be made her husband. A black dog named Tumang bit the drapery and returned it to her. Dayang Sumbi was confused, but didn‘t want to break her oath for fear of the curse of the Gods. She didn‘t know that Tumang was a God himself, who was cursed to be an animal and thrown to earth. He turned into a God again during one hour a day. Dayang Sumbi married Tumang and soon recived a son from him named Sangkuriang, who never knew that Tumang was his father.

Sangkuriang often accompanied his father during the hunt. One day Dayang Sumbi asked her son to seek the heart of a deer. During their next hunt the son wanted to please his mother. But when finding a deer Tumang could not catch it. Sangkuriang became angry and sent an arrow in his direction. Tumang died instantaneoulsy at the hands of his son.

Upon returning home, Sangkuriang surrendered Tumang’s heart to his mother declaring it was the deer’s heart his mother asked for. Dayang Sumbi realized that this was a lie. Finally, Sangkuriang admitted that what he brought was the heart of his friend’s dog, Tumang. Dayang Sumbi was angry to hear about his son’s behavior. In her anger she threw a scoop at Sangkuriang’s head causing a scar. Sangkuriang felt hurt over his mother’s action. He felt she had more respect for a dog than her own son and ran away from his mother.

Dayang Sumbi was sorry for her actions when she saw her son leave. She left the palace also and lived on as a hermit. The Gods gave her a lasting beauty so that Dayang Sumbi always looked young. Years later Sangkuriang became a handsome young man and met a beautiful girl. They fell in love. The beautiful girl was his mother, who had changed her name and had not realized that the boy she loved was her own child. Before their wedding day, Dayang Sumbi saw the scar on Sangkuriang‘s head and realized that he was her own son.

Dayang Sumbi was looking for a reason to thwart her marriage with his own child. She told him she would marry him under one condition: Sangkuriang blocked the Citarum river and made a large boat for her to cross the river. The work must be fulfilled before dawn. Sangkuriang accepted. To meet these demands he implored the help of the Gods.

With the supernatural creatures, Sangkuriang’s work was almost finished even though the day was not yet dawning. Dayang Sumbi was worried and asked for the help of the Gods. When she spread her sacred white fabric she had woven the sky suddenly turned orange and the rooster started to crow.

Sangkuriang sensing he was tricked got angry. In his rage he broke the dam and large floods hit the village. The watwr of the lake receded, he kicked the boat, it overturned and gradually became a mountain. The mountain was named Tangkuban Perahu, meaning: boat upside down. Sangkurian pursued his mother, who fled and disappeared. She was believed to turn into a Jaksi flower. He vanished into fairy islands.

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GIFTIGE KRATER – Projektübersicht

Der aktive Vulkan ‚Tangkuban Parahu‘ besteht aus vier Kratern, mit einer Tiefe bis zu 500 Metern. Die Krater besitzen zahlreiche natürliche heiße Quellen, Wasser kocht und sprudelt in einigen von ihnen, andere dampfen Kohlendioxyd-Gase aus, die zu giftig sind, um ihnen nahe zu kommen.

Nicht weit von diesem Vulkan liegt der See ‚Kawah Putih‘, der ‘Weiße Krater‘, der seit 1600 nicht mehr ausgebrochen ist.

Der ‚Kawa Putih‘ enthält einen sauren See, der seine Farbe von bläulich bis weißlich in grün oder braun ändert, je nach Höhe der Schwefelkonzentration und der Temperatur oder dem Stand der Oxidierung. Menschen dürfen sich aus Gesundheitsgründen nicht länger als einige Minuten in der Nähe des Sees aufhalten.

In und um den See herum existiert kein Leben.

Diese Serie besteht aus 11 Bildern, die ich mit einer alten SLR Kamera aufgenommen habe.

Die Bilder entstanden im Februar 2018.

Ich habe die Materialrecherche noch nicht beendet. Im Moment untersuche ich die Möglichkeit, auf Silberplatten zu drucken, um das weiße Glühen, das den Bildern innewohnt, zu bewahren.

Die Bilder werden voraussichtlich eine Größe von 60 x 40 cm haben.

Alle Arbeiten sind Originale.

DIE LEGENDE VON SANGKURIANG (die Entstehungsgeschichte der Krater)

Vor langer Zeit versuchte der König von West-Java seine schöne Tochter Dayang Sumbi zu verheiraten. Viele Prinzen hielten um ihre Hand an, aber die junge Frau erhörte keinen von ihnen. Der König verzweifelte. Eines Tages, während Dayang Sumbi webte, fiel ihr die Haspel aus dem Palastfenster auf die Straße. Dayang Sumbi schwor, dass derjenige, der sie fand, ihre Schwester werde, wenn sie eine Frau sei. Fände sie ein Mann, würde sie ihn zu ihrem Ehemann machen. Ein schwarzer Hund mit Namen Tumang brachte die Haspel schließlich ihrer Eigentümerin zurück. Dayang Sumbi war erstaunt, doch aus Angst vor dem Fluch der Götter wollte sie ihren Eid nicht brechen. Sie ahnte nicht, dass Tumang selbst ein Gott war, der verflucht worden war, auf der Erde als Hund zu leben. Lediglich eine Stunde am Tag verwandelte er sich zurück in einen Gott. Dayang Sumbi heiratete Tumang, und bald erhielt sie einen Sohn von ihm, den sie Sangkuriang nannte, und der nicht wusste, dass Tumang sein Vater war.

Der junge Sangkuriang begleitete seinen Vater oft zur Jagd. Eines Tages bat Dayang Sumbi ihren Sohn, ihr das Herz eines Rehs mitzubringen. Sangkuriang wollte seiner Mutter ihren Wunsch erfüllen, doch als Tumang tatsächlich ein Reh ausmachte, konnte es dieser nicht fangen. Sangkuriang wurde böse und sandte einen Pfeil in Tumangs Richtung. Tumang starb augenblicklich.

Als er nach Hause zurückkam, gab Sangkuriang seiner Mutter Tumangs Herz und sagte, es sei das Herz eines Rehes, das seine Mutter so gerne essen wollte. Dayang Sumbi begriff, dass dies eine Lüge war. Schließlich gab Sangkuriang zu, dass das, was er gebracht hatte, das Herz seines Freunds Tumang war. Dayang Sumbi wurde wütend über das grausame Verhalten ihres Sohnes. In ihrem Ärger warf sie Sangkuriang eine Schaufel an den Kopf, die eine große Schramme hinterließ. Sangkuriang fühlte sich von seiner Mutter verletzt, er fand, dass sie mehr Respekt für einen Hund hatte als für ihren eigenen Sohn. Er riss aus und lief so weit weg, wie er konnte.

Dayang Sumbi bedauerte ihre Tat sehr. Als ihr Sohn nicht zurückkehrte, verließ sie ihren Palast ebenfalls und lebte von nun an als Einsiedlerin im Wald. Die Götter hatten ihr bleibende Schönheit geschenkt, so dass Dayang Sumbi immer jung aussah.

Jahre später, Sangkuriang war inzwischen ein stattlicher junger Mann geworden, traf er ein schönes Mädchen, die beiden verliebten sich. Das schöne Mädchen war seine Mutter, die ihren Namen geändert hatte und nicht realisierte, dass der junge Mann, den sie liebte, ihr eigenes Kind war. Vor ihrem Hochzeitstag sah Dayang Sumbi die Schramme auf Sangkuriangs Kopf und begriff, dass sie drauf und dran war, ihren eigenen Sohn zu heiraten.

Dayang Sumbi suchte nach einem Grund, ihre Ehe aufzuhalten. Sie sagte Sangkuriang, dass sie ihn nur unter einer Bedingung heiraten würde: Sangkuriang müsse den Citarum Fluß stoppen und ein großes Boot für sie bauen, damit sie den Fluß überqueren könne. Die Arbeit müsse vor Tagesanbruch ausgeführt werden. Sangkuriang sagte zu und flehte die Götter an, ihn zu unterstützen.

Mit übernatürlicher Hilfe beendete Sangkuriang seine Arbeit tatsächlich beinahe rechtzeitig. Dayang Sumbi war besorgt und bat ihrerseits um die Hilfe der Götter. Sie breitete zum Gebet einen geweihten weißen Stoff aus, den sie kurzfristig gewebt hatte. Da verfärbte sich der Himmel plötzlich orange und der Hahn fing an zu krähen.

Sangkuriang fühlte, dass er überlistet worden war und wurde böse. In seiner Wut zerstörte er den Damm, woraufhin große Fluten das Dorf unter sich begruben. Das Wasser des Sees trat zurück, Sangkuriang kickte das Boot, es kippte um und wurde stufenweise zu einem Berg. Der Berg wurde ‚Tangkuban Perahu‘ genannt, was bedeutete: umgekehrtes Boot. Sangkurian verfolgte seine Mutter, die jedoch flüchten konnte. Man sagte, sie habe sich in eine Jaksi Blume verwandelt. Sangkuriang hingegen verschwand auf die Feeninseln.